
Hören Sie auf, Ihre hochwertigen Geräte in „Öfen“ zu verwandeln!
Die meisten Standardheizelemente sind etwas zu leistungsstark. Sie strahlen Wärme in alle Richtungen ab – also in 360 Grad. Wenn man mit einem Gerät arbeitet, bei dem der Platz für die Halbleiterchips sehr begrenzt ist, stellt das ein Problem dar. Die ganze überschüssige Wärme gelangt an die Innenseiten des Geräts.
Das Ergebnis? „Heiße Wände“. Das ist eine echte Sicherheitsgefahr für die Bediener und außerdem eine enorme Verschwendung von Energie. Im Grunde genommen heizen Sie damit das Gehäuse des Geräts auf – obwohl es eigentlich nur um die Halbleiterchips geht.
Die Lösung ist ganz einfach: Richtungsgebundene Infrarotstrahlung.
Stellen Sie sich vor, Sie wechseln von einer herkömmlichen Glühbirne auf eine Taschenlampe. Anstatt dass die Wärme überallhin strahlt, nutzen Richtungsgebundene Infrarotlampen reflektierende Oberflächen oder spezielle Beschichtungen, um die Energie genau dorthin zu lenken, wo sie benötigt wird.
Die Energie trifft auf die Halbleiterchips oder das Substrat – und bleibt dort. Die Innenseiten des Geräts absorbieren keine überschüssige Wärme mehr. Dadurch wird es im Inneren des Geräts nicht mehr so heiß.
Warum das wichtig ist
Bei der Auswahl dieser Lampen spielt nur der „Emissionswinkel“ eine Rolle. Je enger der Strahl ist, desto weniger Strahlung gelangt an unerwünschte Stellen.
Für die Personen, die die Geräte warten oder die Halbleiterchips einsetzen, ist das enorm wichtig. So müssen sie nicht jedes Mal das Risiko eingehen, sich zu verbrennen, wenn sie ein Paneel öffnen. Zudem können die Kühlsysteme in den Produktionsanlagen endlich einmal Pause machen – schließlich müssen sie nicht mehr versuchen, Wände abzukühlen, die eigentlich gar nicht so heiß werden sollten.
Der Haken (denn es gibt immer einen)
Es handelt sich dabei nicht um einen Zauberstab. Wenn man die Energie so stark bündelt, besteht die Gefahr, dass es zu „heißen Punkten“ kommt, falls alles nicht perfekt ausgerichtet ist.
Die Befestigungsbrackets müssen absolut stabil sein. Wenn eine Lampe auch nur wenige Millimeter verschiebt, könnte der Strahl das Ziel vollständig verfehlen – oder zur ungleichmäßigen Erwärmung der Halbleiterchips führen.
Mein Rat: Überprüfen Sie nach dem Austausch der Lampe unbedingt deren Kalibrierung. Es dauert nur eine Minute – aber das ist besser, als ganze Chargen von Halbleiterchips zu ruinieren.