
Wie man Badezimmerheizungen wirklich „smart“ macht
Haben Sie schon einmal am Dienstagmorgen in einem eiskalten Badezimmer gestanden und sich gewünscht, dass der Raum bereits warm wäre? Dann sind Infrarotheizer genau das Richtige für Sie.
Im Gegensatz zu den alten Heizern, die versuchen, die gesamte Luft im Raum zu erwärmen – was viel Zeit dauert – zielen Infrarotheizer direkt auf die zu wärmenden Stellen ab. Sie erwärmen Sie sowie die umliegenden Oberflächen direkt. Wenn man solche Heizer in ein Smart-Home-System integriert, muss man nicht mehr selbst mit Schaltern hantieren – das Haus kümmert sich stattdessen um die Temperatur.
Die technischen Details
Damit der Heizer mit dem Smart-Hub kommunizieren kann, reicht es nicht aus, ihn einfach in einen billigen Smart-Stecker einzustecken. Solche Stecker verbrauchen viel Strom – in der Regel etwa 2000 Watt – was ausreicht, um einen schwachen Controller zum Versagen zu bringen. Man benötigt daher einen Relais mit hoher Leistungsfähigkeit. Dabei handelt es sich im Grunde um einen robusten Schalter, der den hohen Stromverbrauch aushalten kann, ohne dass die Verbindungsstellen beschädigt werden. Glauben Sie mir: Diesen Schritt sollten Sie auf keinen Fall überspringen.
Die „instantane“ Wärme
Das Beste an Infrarotheizern ist ihre Schnelligkeit. Es ist, als würde man in Sekundenschnelle vom Winter in den Frühling kommen. Ich empfehle, diese Heizer mit Bewegungssensoren zu kombinieren. Sobald man den Raum betritt, aktiviert der Sensor das Relais – das Filament leuchtet auf, und schon spürt man die Wärme. Kein mehr Zittern, während man darauf wartet, dass die Luft zirkuliert.
Die Nachteile (Denn nichts ist perfekt)
Durch die Integration von Smart-Technologie kommen weitere Komponenten hinzu, die beschädigt werden können. Falls Ihr WLAN ausfällt oder Ihr Smart-Hub kaputtgeht, wollen Sie schließlich nicht in einem kalten Badezimmer stecken bleiben. Deshalb installiere ich immer einen manuellen Umleitungs-Schalter – einfach einen physischen Knopf, damit man immer eine Alternative hat.
Außerdem gibt es Verzögerungen: Wenn das System auf die Cloud angewiesen ist, kann es zwischen dem Drücken des Knopfes und dem Erwärmen des Raumes bis zu zwei Sekunden dauern. Im Badezimmer ist das zwar kein großes Problem, aber es existiert trotzdem.
Und noch eine Warnung: Achten Sie auf die Strombelastung. Wenn Sie eine „Morgenszenario“ einrichten, bei der vier 2kW-Heizer gleichzeitig eingeschaltet werden, könnte das dazu führen, dass der Stromkreis überlastet wird. Stellen Sie sicher, dass Ihre Stromkreise ausgeglichen sind.
Der Profi-Tipp
Wenn Sie eine möglichst schnelle Reaktion möchten, wählen Sie einen lokalen Gateway. Dadurch bleiben die Befehle innerhalb Ihrer eigenen vier Wände – statt Signale an einen Server auf der anderen Seite der Welt zu senden. Dadurch wirkt alles sofortiger.